Energiewende zum Nachmachen

Nachhaltigkeit ist unsere Philosophie

Nachhaltigkeit heißt, die Welt besser weiterzugeben, als wir sie bekommen haben.

Die Erzeugung von Energie ist die größte Herausforderung, in der bereits heute die Zukunft für unsere Enkel vernichtet wird. Deshalb müssen wir gegensteuern.

Von den ersten Überlegungen bis zur Unabhängigkeit beim Strom

Auf einer Geburtstagskarte stand folgender Spruch:

Alle sagten, das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht, und hat es einfach gemacht.

Nach diesen Leitbildern haben wir uns daran gewagt, unabhängig zu werden, auch wenn uns alle erklärten, dass das ja gar nicht geht. Heute haben wir das Ziel schon fast erreicht… es geht doch!

Neben der Agro-Gentechnik ist Strom eine weitere große Abhängigkeit. Diese müssen wir durchbrechen, um künftig die Energie noch bezahlen zu können und frei zu sein.  Ziel muss es sein, weg von begrenzten fossilen Energien, hin zu erneuerbarer Energie zu kommen. Bei Sonne und Wind wird nichts verbraucht und beide sind unendlich verfügbar. Wichtig ist, dass wir diese Energien künftig unabhängig nutzen können. Die aktuell geplante Energiewende, weg von Atom oder Kohle, hin zu Windparks auf hoher See, ist nur eine Machtverschiebung der Monopolkonzerne. Wer glaubt, von einem Wirtschaftsministerium kommt eine bürgerfreundliche Energiewende, hat die Zuständigkeiten nicht erkannt. Ein Wirtschaftsministerium ist für die Wirtschaft zuständig und plant entsprechend. Für die Interessen der Bürger ist das Bürgerministerium zuständig, aber das gibt es nicht. Deshalb nehmen wir die Sache selbst in die Hand.   … und es geht!

In der nachfolgenden Dokumentation möchten wir unsere bisher durchgeführte erste Stufe der Energiewende im eigenen Betrieb darstellen und viele Menschen, aber auch Betriebe ermuntern, es ebenfalls zu versuchen. Aber nicht nur darstellen, sondern auch Gedanken aufzeigen, warum wir manche Dinge so gemacht haben, was es bisher bewirkte und was wir noch alles vor haben.

Inhalt der Dokumentation:

  1. Schritt 1: Nachhaltigen Strom erzeugen und ins öffentliche Netz einspeisen
  2. Warum sind alle Stromproduzenten, trotz der Erzeugung von erneuerbarer Energie, weiter von Stromkonzernen abhängig?
  3. Ein neues Zeitalter beginnt: Strom nicht nur erzeugen, sondern speichern und nutzen, wenn man ihn braucht
  4. Stand der aktuellen Technik in unserem Betrieb
  5. Wahre Notstromsicherheit im gesamten Betrieb und Wohnhaus
  6. Wie kann man ohne Netzeinspeisung trotzdem den gesamten Solarstrom nutzen
  7. Weitere Hinweise über unsere Planung: Warum wurde was so gemacht
  8. Ein Lithium-Hybrid-Speicher kann nicht nur speichern, sondern noch viel mehr
  9. Rentabilität des eigenen Stromwerkes – Rechnet sich das überhaupt?

1. Schritt 1: Nachhaltigen Strom erzeugen und ins öffentliche Netz einspeisen

Seit den 90er Jahren bereiten wir im eigenen Betrieb als 1. Stufe die Energiewende beim Strom vor. Dass dieses Ziel Jahre dauern wird, war uns bewusst, aber wo es keinen START gibt, gibt es auch kein ZIEL. Wir dürfen nicht nur obiges Ziel fordern, sondern müssen selbst Lösungen suchen. Der nächste Schritt ist dann die Umstellung der anderen Energieformen auf nachhaltige Erzeugung.

Sonne, Wind und Wasser sind die einzigen Lieferanten, die keine Rechnung stellen!!! Sie sind unerschöpflich und völlig schadstofffrei. Vor allem PV-Anlagen, wenn sie einmal gebaut sind, erzeugen so gut wie keine Folgekosten, im Vergleich zu allen fossilen Energien oder Biogas. Unsere Entscheidung ist deshalb auf PV gefallen, weil dies weder Lärm, Abfall oder sonstige Umweltbeeinträchtigung auslöst.

1998 begannen die Planungen für eine Freiflächen-PV-Anlage. Wir wollten damit mindestens 50 % des Strombedarfs unserer Gemeinde erzeugen, um ein Zeichen zu setzen gegen Atomkraftwerke. Klimabedingt haben wir dauernd Bodenwinde, womit man eine gute Kühlung der Module hat und deshalb hohe Strommengen erreicht werden. Zusammen mit einem Investor wurde die Anlage gebaut und 2005 ging sie in Betrieb. Zu diesem Zeitpunkt war sie die zweitgrößte, aber effektivste PV-Anlage der Welt. Heute ist sie im Vergleich ein „Spielzeug“, aber irgendjemand musste halt mal anfangen. Die gesamte Fläche einschließlich nötiger Ausgleichsfläche beträgt knapp 12 ha mit einer Produktionsleistung von 2.370 kWp, was für gut 600 Haushalte Strom liefert. Also etwa 2,5 – 2,8 Mio. kWh pro Jahr. Die gesamte Modulfläche sind ca. 2,5 ha. Die Anlage steht Richtung Süd, Neigung 30 Grad, bis 17 Grad verschattungsfrei = 21.12. (tiefster Sonnenstand).  Aufgebaut mit V2A-Bodendübel und Alurahmen, also für die Ewigkeit gebaut. Mittlerweile ist ein Naturparadies für alle möglichen Tiere daraus geworden.  Sehr viele seltene Pflanzen wachsen in der Anlage. Sie erzeugt keinerlei Folgekosten.

Im Januar 2004 bauten wir auf ein Hallendach eine eigene PV-Anlage zur Einspeisung ins Netz. Damals wurde schon geplant, nicht nur zu erzeugen, sondern auch zu speichern.

Anfang 2009 folgte eine weitere aufgeständerte PV-Anlage auf einem Hallendach (siehe im Bild oben). Diese agierte jedoch schon als „Eigenverbrauchsanlage“. Das bedeutet, der produzierte Strom geht vorrangig in den Eigenverbrauch, nur Überschüsse werden eingespeist.

2. Warum sind alle Stromproduzenten, trotz der Erzeugung von erneuerbarer Energie, weiter von Stromkonzernen abhängig?

Grundsatzüberlegungen

Kaum irgendwo ist unsere Abhängigkeit so groß wie bei der Energie: Kraftstoff von der Tankstelle, Wärmeträger vom Heizöllieferanten oder aus dem Gasnetz und Strom aus der Leitung. Und das obwohl Energie so lebensnotwendig ist in unserer Gesellschaft und sie einen großen Kostenblock in unserem Leben ausmacht.

Selbst mit Photovoltaikanlagen zur Netzeinspeisung oder im Eigenverbrauch besteht die Abhängigkeit von den Netzbetreibern weiter. Ohne funktionierendes Stromnetz erzeugen auch diese Anlagen nichts. Man ist nur „Ablieferer“, kein freier Anbieter von Strom.

WICHTIG für alle Bürger oder Organisationen, die selbst Strom erzeugen:

Stand der Technik bisher

  • Grundsätzlich speisen alle Anlagen ins öffentliche Netz ein und der Strom wird dort verteilt. Auch Eigenverbrauchsanlagen brauchen das Netz, um überhaupt zu funktionieren.
  • Fast alle aktuellen Stromspeicher sind so aufgebaut, dass sie nur funktionieren, wenn das Stromnetz verfügbar ist; sonst können sie keine Leistung abgeben oder aus der PV-Anlage laden.
  • Viele bezeichnen sich als „autark“, wenn man im Jahr mehr Strom erzeugt als man selber verbraucht; tatsächliche Autarkie ist aber nur die wirkliche Verwendung vom eigenen Strom.
  • Früher gab es noch Förderungen für Eigenverbrauch, heute muss man Abgaben zahlen; auch der Staat holt sich die maximalen Steuern auf den Eigenverbrauch.

Jede nachhaltige Erzeugungsanlage für Strom ist wertvoll und willkommen. Aber VORSICHT: Wer meint, dann beim Strom unabhängig zu sein, der irrt. Von der Gesamtberechnung der Strommenge kann die Rechnung eines hohen Autarkiegrades stimmen, aber nicht für die Praxis. Das ist eine Rechen-Autarkie und keine Stromsicherheit. Nur was nach der Panzersicherung (Hausanschluss), also im eigenen Stromkreis abläuft, können Sie selbst regeln.

WARUM?  Alle Anlagen können nur Strom erzeugen, wenn das öffentliche Netz aktiv ist. Solange also jegliche Wechselrichter erkennen, dass das Netz 50 Hz Frequenz hat, geben sie Strom ins Netz frei mit etwas höherer Spannung, damit der Strom dort auch hineinfließt. Wenn aber das Netz abgeschaltet wird, sind alle Anlagen tot, egal wie hoch die theoretische Vergleichsrechnung ist. Diese automatische Abschaltung ist auch nötig, denn sonst würde bei weiterer Einspeisung jegliche Leitungsreparatur der Netzbetreiber unmöglich sein.

Unser Sohn Franz-Josef ist seit vielen Jahren in der Solarbranche tätig und weltweit unterwegs. Immer wieder gaben wir ihm den Auftrag, einen passenden Stromspeicher zu besorgen, mit dem wir wirklich unabhängig werden können.

Damals war noch Blei das große Thema. Die erste wissenschaftliche Analyse hat aber gleich gezeigt, dass Bleibatterien während ihrer gesamten Lebensdauer kaum mehr Energie umsetzen können, wie für ihre Herstellung gebraucht wird und bei hoher Belastung einen sehr schlechten Wirkungsgrad haben. Damit wird ein Bleispeicher niemals wirklich zur Energiewende beitragen, selbst wenn er nur mit Sonnenstrom beladen wird. Außerdem soll ein Stromspeicher  kein „Verbrauchsgut“, sondern ein „Investitionsgut“ sein und lange halten.

Damit war klar, dass für uns nur ein Lithiumspeicher in Frage kommt. Das war 2011. Mittlerweile wird über Bleispeicher kaum mehr diskutiert, höchstens noch bei einfachen Fahrzeugbatterien oder reinen Notstromanwendungen ohne tägliche Nutzung.

Doch die Suche zu dieser Zeit nach einem Lithium-Ionen-Stromspeicher, vor allem bei deutschen Herstellern, war vergeblich. Das Thema wurde damals abgeblockt. Kein einziger Hersteller hatte Interesse, an solartauglichen Lithium-Speichern zu forschen. Es ging nur darum, PV-Anlagen zu installieren und der Boom ließ Zukunftsgedanken vergessen. Alle Überlegungen gingen immer auf abhängige Großprojekte beim Speichern, z. B. Speicherseen. Die Industrie war nicht bereit, dort zu forschen, wo der Bürger etwas selbst in die Hand nehmen könnte. Ausnahme BYD und FENECON. Der Einstieg und Kauf der Pilot-Anlagen war für uns ein Risiko, aber ein überschaubares. Es wurde uns nichts geschenkt.

3. Ein neues Zeitalter beginnt: Strom nicht nur erzeugen, sondern verbrauchsnah speichern und nutzen, wenn man ihn benötigt

So begann für uns das neue Zeitalter:

2011

Eines Tages erwarb unser Sohn in China für uns einen Lithium-Speicher. Der war aber noch nicht für Deutschland geeignet. China hat nämlich ein anderes Stromsystem als wir und aus unserem Land kam eben keinerlei Interesse wegen Stromspeichern.

Damit begann für uns ein neues Zeitalter und das Tüfteln erreichte seinen Höhepunkt. Dieser Speicher musste drehstromfähig umfunktioniert werden, was uns nach und nach gut gelang. Nachdem wir diesen erworben hatten und ein Interesse vieler Kunden aufzeigten, war man seitens des Herstellers bereit, weiter zu entwickeln. Der Hersteller hatte die Möglichkeit, in unseren (deutschen) Produktionsanlagen alle möglichen Variationen zu erproben. Unser allererste Speicher, ein einphasiges Gerät, läuft heute noch in Senegal (Afrika).

2012

Der Lithiumspeicher nimmt seine Arbeit auf. Er speichert und wandelt Solarstrom um:

Nach und nach kamen eine Update-Version nach der anderen, sowie der Tausch von Komponenten, die dann über unsere Mischzentralen gestestet und ergänzt wurden, in Zusammenarbeit mit den Ingenieuren von FENECON/Deggendorf und BYD/China. Unser Elektromeister baute laufend alle nötigen Komponenten ein und stimmte Speicher und Betriebsanlagen aufeinander ab, damit etwas voran ging.

Funktionsprinzip:

  • PV-Anlage produziert DC (Gleichstrom) und stellt den über Laderegler am Batteriestrang zur Verfügung.
  • Der Wechselrichter wandelt vom Batteriestrang so viel Strom in AC (Wechselstrom) um, wie die Verbraucher gerade brauchen.
  • Ist mehr PV-Erzeugung da, wird die Batterie geladen, ist es weniger, wird die Batterie entladen.
  • Das ist sehr batterieschonend und es wird immer maximal erzeugt und versorgt, man hat wenig Umwandlungen und damit einen hohen Wirkungsgrad.
  • Wenn die Verbraucher mehr Strom brauchen als die Wechselrichter ausgeben können, kommt nur der Rest noch aus dem Netz.

2013

Und jetzt kommt der wichtigste Punkt, der uns unabhängig macht und die bekannten Netzprobleme bei zuviel PV-Strom unterbindet: Wir speisen nicht mehr ins öffentliche Netz ein.

Eine Entscheidung von großer Tragweite, die rundum belächelt wurde. Bald ist aber auch dies der Standard.

  • Wir kaufen nur noch Strom zu, wenn die selbst erzeugte Menge nicht ausreicht.
  • Im Notfall ist im Speicher Strom vorhanden, der jeden Tag nachgeladen wird.
  • Der Speicher schaltet nicht zwischen Netz und Speicher um, er ist ständig netzparallel.
  • Wir können unsere Anlagen auch betreiben, wenn das öffentliche Netz abgeschaltet ist.
  • Die Rentabilität und Steuerung wird weiter unten erklärt

Speicheranmeldung: Weil wir eine neue 9 kWp PV-Anlage für den ersten Speicher gebaut haben, ist ein EON-Mitarbeiter gekommen und wollte einen Einspeisezähler setzen. Ich habe gesagt „Die speist nichts mehr ein, die läuft ganz ohne EON“. Der hat es sich angeschaut, gemessen und festgestellt, dass wirklich nichts mehr eingespeist wird und dann nur gemeint „Ok,… ganz ohne EON  –  das geht nicht“.  —  Geht nicht, gibt’s nicht. Wir machten es so und es läuft! Unsere war die erste! Mittlerweile sind viele Anlagen ohne Einspeisung in Betrieb und EON bzw. Bayernwerk haben verstanden, wie es funktioniert.

2014

Die Versionen nacheinander als ständige Ergänzung und Umbau:

Mitte 2011: 1-phasiger Speicher 3 kW / 10 kWh; 18A Durchlaufleistung – jetzt in Afrika

Anfang 2012: 3-phasiger Speicher, drehstromfähig 9 kW / 10 kWh; 3x18A Durchlaufleistung – hat jetzt ein deutsches Institut zur Forschung.

Ende 2012: 3-phasiger Speicher, drehstromfähig 9 kW / 10 kWh; 3x30A Durchlaufleistung – der ist jetzt bei einem Kunden im Einsatz.

Mitte 2013: 3-phasiger Hybridspeicher, drehstromfähig, inselfähig 9 kW / 10 kWh; 3 x 63A Durchlaufleistung – der liefert uns täglich hohe Mengen kostenlosen Strom.

Erst ab dieser Speicherversion konnte man damit kleinere Mischabteilungen bedienen.

Mitte 2014: Versuchs-Großstromspeicher 40 kW / 40 kWh, einfache Version, Entwicklung auf inselfähig, noch mit zwei Teilsystemen je 20 kW. Hand-Umschaltsystem Netz><Speicher, um alles entwickeln und testen zu können. Damit konnte erstmals das Mischfutterwerk in Volllast angesteuert werden. Nur noch der Reststrombedarf kam aus dem Netz, z.B. während die Ingenieure weiter daran montierten und programmierten, aber nichts ins Netz zurück. Rückschläge und Freuden wechselten sich ab. Bis Anfang 2016 war dann alles zur Serie fertig. Test im Dauereinsatz erfolgreich.

Februar 2016: Austausch auf Industriespeicher COMMERCIAL, fertig entwickelte Version, drehstrom- und inselfähig, also voll leistungsfähig, auch wenn das Netz abgeschaltet ist; 40 kW / 40 kWh; 3 x 100A Durchlaufleistung, keine Einspeisung.

Mit dieser Anlage werden wir uns autark machen. Erstmals kann man eine komplette Betriebsabteilung bedienen, also ein fest installiertes Gesamtnetz im Betrieb.

Unser Ziel:

Wir haben ein System entwickelt, das jeder Bürger, jede kleine Firma, jeder Landwirt, aber auch jeder Groß- oder Industriebetrieb nachmachen kann. Die Energiewende kann nur gelingen, wenn der Strom dort erzeugt wird, wo er auch verbraucht wird. Strom aus Windparks auf hoher See mit 19 Cent Einspeisevergütung wird bei uns nie so günstig ankommen, wie der Strom vom eigenen Dach bzw. Keller. Und: Jeder Strombezug aus zentralen Produktionsanlagen und weiten Leitungen führt zur Abhängigkeit vom Netzbetreiber. Egal welcher Stromanbieter Sie beliefert, immer ist der Monopol-Netzbetreiber im Spiel und kassiert mit. Sicher gibt es keine einheitliche Lösung für alle Stromabnehmer. Wenn wir es mit Speicher und Vernetzung schaffen, Stromproduktion und Stromverbrauch regional so abzugleichen, ist das Stromproblem gelöst und jegliche Fernleitung überflüssig. Der einzige Nachteil: Die Stromkonzerne haben nicht mehr viel zu sagen, weshalb diese Lösung politisch nicht gewollt ist.

Wir können heute bereits eine Technik vorstellen, die überall nutzbar ist.

Wir erzeugen den nötigen Strom auf unseren Dächern und verbrauchen ihn unter den Dächern. Und zwar nicht, weil wir irgendwann Strom einspeisen und ein anderes Mal beziehen – denn so kann keine Energiewende mit 100% erneuerbarer Versorgung funktionieren. Wir nutzen wirklich unseren eigenen Strom und bewahren ihn auf, bis wir ihn brauchen. Egal wie hoch der Strombedarf jedes einzelnen ist, mit diesem Technikstand kann jeder arbeiten, der unabhängig sein und Stromkosten sparen will. Mehr Strombedarf heißt nur ein aneinanderreihen von Speicher- und PV-Kapazitäten.

Geplant ist auch ein Speicher für den Strom unserer PV-Anlage auf dem Feld, um viele Stadthaushalte Tag und Nacht mit Solarstrom aus der Region zu versorgen, die selbst keine Anlage errichten können. BYD baut solche Riesenspeicher mittlerweile in Serie für China, Japan, USA, Kanada usw. Andere Länder machen es uns vor. Beim Thema Stromspeicher und Batterietechnik sind wir in Deutschland schon weit hinterher.

Nur als kleiner Vergleich, dass es geht. Die Firmenzentrale von BYD ist dreimal so groß wie das BMW-Werk in Dingolfing. Der weltgrößte Stromspeicher mit 20 MW / 40 MWh mit Dach-PV-Anlage von 20 MWp unterstützt die Stromversorgung der Automobilproduktion dort. Vor allem liefert er aber optimale Spannung, Blindleistung und Frequenz, das ist sehr wichtig für die Fertigungsautomaten. Es geht also überall, wenn man will. Und Speicher können auch viel mehr als nur Strom verteilen. Auch die Stromqualität ist wichtig, damit wir die alten Kraftwerke abschalten können!

In Deutschland haben Großkonzerne und Betriebe mit hohem Stromverbrauch keine Veranlassung, in moderne Stromspeicheranlagen zu investieren.  Durch das EEG wird denen der Strom fast geschenkt, weshalb man keine Veranlassung zum Ausbau hat. Die Zeche zahlt der kleine Bürger, der noch Strom zukauft. Hier wird politisch behauptet, für die Großen funtioniert das noch nicht, weshalb wir weiterhin Atom und weit entfernten Windstrom brauchen. Das ist ein Heuchelei, denn zuerst schenkt man denen den Strom und dann wundert man sich, weil keiner speichern will.

Im Klartext: Mit Sicherheit können wir unser ganzes Land mit erneuerbarem Strom versorgen, auch jegliche Großindustrie. Wer dies anzweifelt, will oder darf es nicht kapieren. Die Machbarkeit der wahren Energiewende ist keine Frage des Könnens, sondern des Wollens, besser gesagt des Müssens! Unsere Schöpfung muss auch dann noch bestehen, wenn abgängige und profitsüchtige Funktionäre schon lange weg sind.

4. Stand der aktuellen Technik in unserem Betrieb

Wir kommen dem gesteckten Ziel, wirklich „ehrlich“ autark zu werden, immer näher. Nachfolgend der derzeitige Stand unserer Technik. Selbstverständlich brauchen solche Bürger keinen Speicher, die ihren Strom ganz einfach „aus der Steckdose“ bekommen ☺

PRO Hybrid: Lithium-Eisen-Phosphat-Speicher

(nicht brennbar und sicher)

(WICHTIG: phasengenaue Leistungsausgabe, keine 3-Phasen-Kompensation oder 3-phasig symmetrische Abgabe.. Nur damit kann ein eigenes Stromnetz funktionieren)

  • 10 kWh Speichervolumen + 9 kW Ausgangsleistung + 10 kWp PV-Anlage Süd, leicht schneefrei zu halten >> Keine Netzeinspeisung
  • Dieser Speicher ist ideal für jedes Wohnhaus oder Kleingewerbe.
  • Diese Speichertechnik ist  ausgereift und mittlerweile weltweit vielfach im Einsatz.
  • Bei uns versorgt dieser Speicher die komplette Infrastruktur, Steuerung, Haus und Büro.
  • Dazu je nach Stromanfall kleine Mischzentralen und Ölmühle.

Commercial: Lithium-Eisen-Phosphat-Speicher

  • 40 kWh Speichervolumen + 40 kW Ausgangsleistung + 31 kWp Südwest + 9 kWp Süd >>  Keine Netzeinspeisung
  • Dieser Speicher ist jetzt fertig entwickelt.
  • Er ist direkt zwischen Netzanschluss und Hauptverteilung. Damit läuft die gesamte Betriebabteilung mit Drehstromanlagen darüber. Jede erzeugte kWh vom Dach wird sofort genutzt oder eingelagert und nur die nicht ausreichende Strommenge zugekauft. Alles wird vollautomatisch geregelt.

Unser Stromnetz ist zudem mit Blockern ausgestattet, die es verhindern, die Anschlussleistung jedes einzelnen Netzanschlusses nicht zu überlasten und Motoren versetzt startet. Die Blindstromkompensation entlastet die Versorgungsleitungen und erhöht dadurch die Effizienz der Sicherungen.

DENK-Speicher, der die meiste Energie liefert   >>   Was bedeutet das?

Jeder Bürger ist es heute gewohnt, einfach jedes Gerät einzuschalten, wenn man meint. Und genau dieses Verhalten ist es, das die ganzen Stromnetze immer wieder überlastet und die Stromkonzerne lassen sich diese Gewohnheit teuer bezahlen. Viele unserer betrieblichen Anlagen müssen nicht immer bedient werden. Man kann sich den Zeitpunkt auswählen, wenn man die Produktion entsprechend steuert. Genau so ist es in jedem Haushalt. Die Waschmaschine oder der Trockner schalten dann ein, wenn Überstrom zur Verfügung steht. Ein Display (auch über Handy nutzbar) zeigt immer den Füllstand des Speichers an. Je nach dem schaltet man dann dazu oder ab. Passieren kann überhaupt nichts. Denn sollte der Speicher zwischendurch leer werden, nimmt er den nötigen Stromanteil (noch) automatisch aus dem Netz. Es ist unvorstellbar spannend, täglich mit dem Speicher zu arbeiten und mitzudenken. Es braucht also niemand auf seinen bisherigen Komfort verzichten. Man kann nur die Freude, Leistung und den Ertrag steigern.

Vollautomatische Verbrauchssteuerung  FEMS:

Um diese „Denksteuerung“ zu automatisieren und zu vereinfachen, entwickelt unser jüngster Sohn Stefan (Wirtschaftinformatiker-Master) derzeit eine intelligente automatische Steuerung, die genau diese Schaltimpulse selbsttätig regelt (FEMS = FENECON Energie Management System). Hier wird sogar die Stromprognose aufgrund des Wetterberichts oder regelmäßige Einschaltpunkte (z. B. nach 10.00 Uhr Küchenherd, oder abends Fernseher) einkalkuliert. Der Prototyp läuft bereits sehr gut und kann jederzeit zum Speicher nachgerüstet werden. Im beiliegenden Bild eine typische Tageskurve (10-kWh-Speicher im Winter bei Sonnenschein / Februar). Erzeugung (blau) und Verbrauch (grün) sind fast identisch geregelt und arbeiten am kostenlosen Stromlimit.

Man braucht also gar nicht mehr einspeisen, um den ganzen Strom nutzen zu können. Weitere Hinweise hierzu in Punkt 6.

5. Wahre Notstromsicherheit im gesamten Betrieb und Wohnhaus

Notstromsicherheit

Nur diese Online-Speichersysteme haben volle Notstromsicherheit. Es gibt auch Kleinspeicher mit angeblicher Notstromfunktion. Hier ist lediglich eine 230-Volt-Steckdose am Speicher. Bei Stromausfall kann man dann Verlängerungskabel zum Kühlschrank & Co. verlegen. Für mich muss ein Speicher bei Stromausfall automatisch auf Notstrom umschalten. Man merkt nichts an den Geräten, weil das ganze betriebliche Netz wie im Normalfall versorgt wird. Dann läuft auch alles weiter, wenn man mal nicht daheim ist.

Notstromversorgung bei längerem Stromausfall (Inselfähigkeit)

Unser allererster Speicher hat bei Stromausfall nur entladen, aber aus den Modulen die Batterie ohne Netzfrequenz nicht mehr laden können. Das ist ein Witz, wenn die Batterie im Keller aus dem Modul auf dem Dach keinen Strom bekommt, nur weil kein Netz da ist. Das ist wieder pure Abhängigkeit! Die meisten Speicher die „notstromfähig“ sind, können das aber auch nicht! Also wenn die Batterie leer ist, muss man wieder auf E.ON warten…! Das ist bei uns alles Vergangenheit. Sobald die PV-Module wieder Licht sehen, wird ja sofort nachgeladen, weil Module und Batterie gleichstromseitig (DC) verbunden sind. Da ist kein Wechselrichter dazwischen, der nur mit Netzfrequenz laufen würde. Man hat Strom, während die Nachbarn im Dunkeln sitzen, weder Kaffee kochen können, Gefrier- oder Kühlschrank bedienen, Heizungspumpe,  fernsehen, telefonieren, usw.

6. Wie kann man ohne Netzeinspeisung trotzdem den gesamten Solarstrom nutzen

Viele Leser werden sich jetzt fragen: „Aber was macht ihr mit dem Strom, wenn der Speicher voll ist? Den könntet ihr ja einspeisen und Geld verdienen.“

Grundsätzlich braucht heute niemand mehr über Rendite diskutieren, wenn man nur eine einfache PV-Anlage aufs Dach montiert. Die Einspeisevergütung beträgt gut 12 Cent je kWh. Wenn PV, dann nur mit Speicher, denn warum soll man bei Sonne um 12 Cent abliefern und dann nachts um 27 Cent zukaufen? Man kann auch eine alte bestehende PV-Anlage mit Speicher ergänzen. Ob es dies aber wert ist, richtet sich nach der (noch gezahlten) Einspeisevergütung und Anlagengröße.

Ein Speichersystem ohne Einspeisung ins Netz ist rechtlich reine Privatsache. Deshalb fallen hier für Eigenverbrauch natürlich auch keine Steuern an. Sobald aber noch etwas eingespeist wird und man die Anlage damit gewerblich betreibt, holt sich der Staat für den kompletten Eigenverbrauch alle Steuern: Umsatzsteuer, Einkommensteuer, Soli, Kirchensteuer, usw. Nur wenn man gar nichts mehr einspeist, betreibt man die Anlage wirklich privat und der Staat hat keine Möglichkeit, Steuern einzutreiben.

Man hat mit dem Netz nichts mehr zu tun. Man liefert ja nichts, sondern kauft nur zu, was man selber gerade nicht hat. Übrigens müssen das auch die Konzerne noch lernen. Nirgends in allen Wirtschaftsbereichen wird etwas selbst Erzeugtes abgeliefert und dann zusammen mit dem Restbedarf wieder zugekauft. Immer wird nur das zugekauft, was man selbst zu wenig hat. Beim Strom muss das erst in die Denkvorgänge von Konzernen und Menschen.

Wir verschenken aber trotzdem keinen Strom. Im Pufferspeicher der Holzheizung für Wohnhaus und Büro steckt ein großer Heizstab. Wenn der Ladezustand des Stromspeichers auf einen Wert von > 95 % steigt (wählbar), schaltet das FEMS automatisch den Heizstab ein. Aber nicht nur EIN, sondern geregelt nach Leistung. Es kann ja sein, dass bereits 60 % Leistung durch andere Verbraucher gezogen werden. Dann würden insgesamt mehr als 100 % Systemleistung angefordert, also ein Rest würde vom Netz kommen. Das wäre aber falsch, also regelt das FEMS den Heizstab genau so, dass die Speicherelektronik voll aus-, aber nicht überlastet ist. Hier im Beispiel 40 %. Sinkt der Ladezustand wieder auf unter 90 %, schaltet das FEMS den Heizstab wieder aus. Mit dieser Heizleistung verbrauchen wir den Stromanteil, den uns die PV-Anlage zusätzlich schenkt und man sonst einspeisen würde. So hat man so gut wie jeden Tag warmes Wasser oder unterstützt auch die Heizung – ohne Primärenergie und ohne Kosten!

Genau die gleichen Schaltimpulse kann man für andere Geräte ansteuern. Z. B. schaltet der Trockner ein, wenn 80 % erreicht ist, usw. Man kann hier Prioritäten vorgeben, in welcher Reihenfolge was und wie lange aktiv sein soll. Dies regelt das FEMS automatisch. Diese Technik erproben wir derzeit auch im Mischfutterwerk mit den vielen Anlagen.

Wer heute aus PV-Anlagen mit Speicher Überschüsse einfach so ins Netz laufen lässt, arbeitet im Prinzip gegen die Energiewende. Damit wird die insgesamt installierbare PV-Leistung begrenzt und das Netz blockiert. Daher hat unser Sohn Franz-Josef auf politischer Ebene angeregt, dass Speicher nur noch bezuschusst werden, wenn sie den Überschussstrom bedarfsgerecht einspeisen und die netzschädliche „Zufallseinspeisung“ aktiv verhindern können. Gilt nur für solche Anwender, die das alte Denken des „unbedingt einspeisen“ nicht ablegen wollen.

Sogar ein geregeltes Verschenken von überschüssigem PV-Strom der Region (starke Sonnentage) an heimische Bürger, die damit ihre Speicher befüllen, wäre immer sinnvoller, als ausländische Speicherseen von Konzernen zu befüllen. Mal sehen, ob die Politik auch so denkt. Gefragt sind hier Stromanbieter mit Praxislösungen. Die Zukunft steht also voll offen und auch die Netzstabilisierung wäre mit dezentralen Speichern leichter lösbar, als mit den kaum regelbaren Kohle- oder Gaskraftwerken.

Wir haben noch eine Entwicklung getestet. An den Silos hängt eine weitere PV-Anlage. Deren Strom fließt ohne Wechselrichter direkt in ein Schaltgerät mit Heizstab im Warmwasserspeicher. Diese Anlage ersetzt bisherige Solarthermieanlagen auf dem Dach. Man braucht keine frostsichere Anlage mehr und kann diese auch auf vom Haus weiter entfernte Dächer oder Gebäudewände montieren. Es läuft ja alles mit Gleichstrom. Funktioniert sehr gut, ist aber beim Einsatz eines Stromspeichers nicht mehr nötig. Dann ersetzt der die Solarthermieanlage sowieso. Diese PV-Module sind im Winter bestimmt immer schneefrei  ☺

Weitere Hinweise über unsere Planung, und …

… warum wurde was so gemacht:

Ständige Gegenargumente: Die Sonne scheint nicht immer – aber was dann?

Sicher scheint nicht jeden Tag die Sonne. Es kann auch mal sein, dass man einige Tage den nötigen Strom komplett zukaufen muss. Das ist aber meistens genau die Zeit im Winter, zu der die Windanlagen 70 % ihrer Jahresstrommenge erzeugen. Das gleicht sich also sehr gut aus.
Auch wenn fossile Kraftwerke die meiste Zeit im Jahr laufen, ist das in der Zukunft eher ein Problem, weil man sie kaum regeln kann. Die Zukunft braucht keine Grundlast-Dauerläufer, sondern vor allem flexible Kraftwerke und Speichermöglichkeiten vor Ort.

Die einzigen Energielieferanten weltweit sind nur Wind, Sonne und Wasser, die keine Rechnung stellen und ewig liefern. Alle anderen Energieformen werden schon in 20, vielleicht 40 oder auch 60 Jahren nicht mehr oder nicht mehr ausreichend verfügbar sein. Wie kurzsichtig wäre es, weiterhin auf diese zu setzen? Atomanlagen haben nicht einmal eine Entsorgung. Bei jeglichen Bauantrag (Haus, Stall, Gewerbebetrieb) müssen Abwasser und Entsorgungen geklärt sein, bei Atomkraftwerken nicht?!?

Und wenn man mal keinen eigenen Strom produziert, dann schaltet man halt bestimmte Geräte nur ein, wenn es sein muss, und der Energieversorger freut sich, wenn man ihm noch was abkauft. Dass dies alles regelbar ist, ist nachgewiesen, auch wenn es Zweifler nicht glauben wollen. Es ist bei uns direkt schon ein „Denksport“ geworden, wenn man frühere Gedankenlosigkeit beim Stromkonsum auf einmal umfunktioniert und immer mitdenkt.

Ich habe auch nicht behauptet, dass man mit einem solchen Speichersystem 100 % seines Strombedarfs decken kann – noch nicht – aber künftig! Aber man kommt dieser Zahl immer näher. Eine normale PV-Anlage, die im Winter mit Schnee bedeckt ist, liefert auch keinen Strom und trotzdem wurden unzählige Anlagen installiert. Man sieht immer das Jahr im Ganzen. 70 – 80 % Eigendeckung sind aus Erfahrung aber jetzt bereits möglich.

Neben den großen Speichern, so wie wir sie für unseren Betrieb brauchen, gibt es natürlich auch kleinere Speicher für Wohnhaushalte. Aber die Frage ist tatsächlich, wie klein richtig ist, wenn man sich anschaut, was man für Heizung und Warmwasser und künftig auch Elektromobilität an Energie verbraucht. Denn eines ist sicher: nie wieder wird Energie langfristig so billig, so umweltfreundlich und so (krisen-)sicher sein wie vom eigenen Dach. Und Strom kann man immer in alle anderen Energieformen umwandeln.

Ein Stromspeicher hat noch einen entscheidenden Vorteil. Er sammelt den Strom. Wenn also bei trübem Wetter nur wenig erzeugt wird, sammelt der Speicher auch diese Mengen und man kann beim Einschalten eines großen Verbrauchers (z. B. Wasserpumpe oder Herd / Förderanlagen) trotzdem alles versorgen – auch wenn gerade weniger produziert wird. Man könnte im Notfall sogar mittels eines kleinen Stromerzeugers Strom ansammeln. Notstromaggregate, die vor Stromausfall schützen sollen, müssten anderweitig so groß sein, wie die größte Abnahmeanlage. Wir haben zur Sicherheit zwei Anlagen, die auch mit Pflanzenöl laufen würden.

Diese Gegebenheiten sind auch ein Grund, warum Bleiakkus für die Stromspeicherung die falsche Lösung wären. Das Speichervolumen kann täglich oftmals von 10 auf 99 auf 70, auf 25 auf 50 auf wieder 10 %, usw. schwanken. Das ist dem Lithium-Eisen-Phosphat egal. Nachdem auch Studien und Praxiserfahrungen gezeigt haben, dass Bleispeicher im Betrieb immer teurer als Lithiumspeicher kommen, sind 2014 in Deutschland schon viel mehr Lithium- als Bleispeicher eingebaut worden. 2015 bieten die meisten Hersteller schon gar keine Bleispeicher mehr an.

Stromspeicher muss man betrachten, wie einen Kühl- oder Gefrierschrank. Man lagert hier auch Speisen ein, um Vorrat zu haben, wenn die Geschäfte zu sind. Oder ein Landwirt lagert im Sommer ein, um im Winter Futter zu haben. Beim Strom müssen wir das erst lernen.

Selbst für die Betreiber von kleinen Biogasanlagen (Nur aus Abfällen und Gülle nachhaltig), BHKW (aber nur mit heimischem Pflanzenöl nachhaltig) oder Wasserkraft ist die Stromspeicherung interessant. Diese Anlagen produzieren zwar rund um die Uhr, selten aber genau die Strommenge, die punktuell abgenommen wird. Beim BHKW werden aber ständig Rohstoffe verbraucht, was bei Wind, Sonne und Wasser nicht der Fall ist.

8. Unsere Lithium-Hybrid-Speicher können aber nicht nur speichern, sondern noch viel mehr – das sind Speichersystem, keine normalen Speicher

Wie oben erwähnt, liefert jegliche PV-Anlage, ob alt oder neu, sowie jede andere Stromerzeugung nur dann Strom, wenn das öffentliche Netz aktiv ist. Alle bisherigen Systeme liefern je nach Sonnen-, Wind- oder Wassermenge den mit unterschiedlicher Stärke produzierten Strom ins öffentliche Netz. Dort wird er kompensiert, sowie vom Energieversorger Spannung und Frequenz stabil gehalten. Alle Elektrogeräte des eigenen Betriebes oder Wohnhaus nehmen dann den gleichmäßigen Strom wieder aus der Leitung.

Unsere Lithium-Hybrid-Stromspeichersysteme bauen im Betrieb ein eigenes Versorgungssystem auf. Das heißt, die Netzzuleitung über die Panzersicherung bleibt erhalten. Von da an regelt der Speicher die Stabilisierung des eigenen Netzes. Deshalb ist es erstmals möglich, den Dach-Solarstrom, unabhängig von der Stärke, so zu kompensieren, dass sowohl 230-Volt-Lichtstrom, wie auch 400 Volt Kraftstrom direkt von den Modulen (oder auch Windanlagen) stabil abgenommen werden können. Man ist also wirklich autark.

„Speichern“ ist bei unseren Anlagen also nur Nebensache. Der Haupteffekt ist, den erzeugten Strom sofort zu nutzen. Damit holen wir ein Vielfaches der Speicherleistung heraus, praktisch die ganze Kapazität bis 9 oder 40 KW jede Stunde. Da müssen alle anderen Hersteller noch viel lernen.

Viele Bürger und Betriebe betreiben bereits alte PV-Anlagen mit hoher Einspeisevergütung. Diese wären zu teuer, um sie über einen Stromspeicher zu nutzen. Wenn aber die Vergütungszeit ausläuft oder dem Staat einfällt, an der Vergütung zu schrauben, wird die Rechnung anders. Ich hoffe und erwarte dies nicht, aber auf die Politik vertraue ich erfahrungsgemäß schon lange nicht mehr. Ist egal, wir entwickeln hier weiter. Unser Ziel ist es, auch solche Anlagen in die Speicher einzubinden und sie im Eigenverbrauch ohne Netz nutzbar zu machen.

9. Rentabilität des eigenen Stromwerkes

Rechnet sich das überhaupt?

Zum Schluss die drängendste Frage, die sich jeder Leser dieser Dokumentation bestimmt schon seit langem stellt:

Was kosten die Stromspeicher und rentieren sich diese überhaupt?

Es gibt heute in der ganzen Gesellschaft nur ein Denken: Rendite, also höchste Gewinne.

Das ist die Ursache, warum wir in vielen Bereichen nicht weiter kommen. Wäre unser Denken auch so gewesen, hätten wir niemals gegen die Gentechnik gekämpft, sondern billiges, mehr Gewinn abwerfendes, genverändertes Futter verkauft, wie alle anderen. Nein, wir bauten einen verschwundenen Markt trotz massiven Widerstand und vieler Besserwisser wieder auf, sodass heute unser ganzes Land wieder gentechnikfrei erzeugen kann. Die genveränderten Lebens- und Futtermittel lösen nachweislich Krankheiten in hohem Maße aus. Ist das dann die „Rendite aus billigerem Futtermittel oder Essen“?

Hätten wir uns im Betrieb jemals die Frage gestellt, ob sich die Entwicklung der Speichertechnik für Strom rentiert, wäre bis heute nichts entstanden. Als wir begannen, waren Stromspeicher für das eigene Stromnetz ein Fremdwort. Genau so wie bei gentechnikfreien Futtermitteln, interessierte uns auch hier die Rentabilität nicht, sondern nur das Ziel. Wir mussten die ganze Technik auch kaufen, sonst hätte niemand weiterentwickelt. Wie viele Menschen stellen sich die Frage, ob sich ein Auto, Fernseher, ein Urlaub oder ähnliches rechnet und Rendite abwirft? Wohl kaum!

  • Unser Standard-Stromspeicher mit 9 kW / 10 kWh kostet mit 10 kWp PV-Anlage so viel wie ein Mittelklasse-Pkw.
  • Jeder Pkw verursacht monatlich weitere Zusatzkosten.
  • Ein Stromspeicher-Kraftwerk spart monatlich bisherige Kosten für Strom.
  • Jeder Pkw ist nach einer bestimmten Zahl der Jahre entweder kaputt oder reparaturbedürftig.
  • Ein Lithium-Hybrid-Speicher (Lithium-Eisen-Phosphat) hat nach den doppelten Jahren wie ein Pkw noch eine hohe Speicherkapazität – ohne große Reparaturen. Es gibt ja keine beweglichen und damit abnutzbaren Teile.
  • Wie bei einem Smartphone kann jede neue Software oder verbesserte Steuerung nachgerüstet werden, aber die Hardware muss bereits so ausgelegt sein, dass viele Funktionen möglich sind.
  • Es ist richtig, dass wir im Betrieb viel Geld investiert haben, um künftig Tag und Nacht mit eigenem Strom versorgt zu werden und dass die Speicher überhaupt weiter entwickelt wurden. Speicher, PV, unzählige Messgeräte, Umschalter, Umformer, Kabel und Testanlagen, vor allem aber unzählige Arbeitsstunden und schlaflose Nächte, waren nötig. Sehr viel Geld, aber Monat für Monat, Jahr für Jahr, die hohen Stromrechnungen zahlen und abhängig zu sein, würde noch viel mehr Geld kosten. Diese Rechnungen fallen künftig sehr klein aus und werden vielleicht ganz verschwinden. Wenn diese Entwicklungen zur Nachhaltigkeit, sowie zur Unabhängigkeit aller Bürger und Betriebe beiträgt, war es uns die Sache wert.

Was ist Rendite?

RENDITE – was ist das??? Wer heute noch Geld auf dem Sparkonto bunkert, muss ständig darum fürchten. Künftige Minuszinsen im Vergleich zu den ersparten Stromkosten, wenn man sich einen Speicher für seine eigene Stromversorgung zulegt! Das ist RENDITE?

RENDITE – was ist das??? Weil uns unser Lehrer in der Bankschule erklärte, wie man die Aktienkurse steuern kann, traute ich dem Geldschneidereisystem zugunsten der Geldhaie nie. Viele meinen, Aktien bringen ihnen mehr als Stromspeicher. Lasst euch überraschen. Dann diskutieren wir über RENDITE.

RENDITE – was ist das??? Wenn der Strom durch noch mehr Abhängigkeit immer teurer wird. Der eigene Strom vom Dach hat aber mit Speicher immer den gleichen Preis – nämlich nichts! Das ist RENDITE.

RENDITE – was ist das??? Wenn der Stromversorger meldet, man müsse an der Leitung etwas Großes reparieren und deshalb abschalten. Oder wenn abgeschaltet wird, weil angeblich der Strom nicht reicht, siehe ständige (fingierte?) Meldungen in den Medien. In Wahrheit will man die Menschen wieder für Atomstrom hörig machen. Aber wer kann bestätigen, warum abgeschaltet wird? Man kennt bei den Konzernen die Thematik, dass bei einer Netzabschaltung alles tot ist. Deshalb wurde PV oder Wind bewusst so aufgebaut, dass Strom abgeliefert wird. Das ist dann die RENDITE, vor allem wenn TTIP kommt.

RENDITE kann jeder Bürger oder Betrieb selbst testen. Schalten Sie einmal für 24 Stunden den Hauptschalter des Netzanschlusses auf Null. Dann leben Sie genüsslich weiter und warten ab. Nach spätestens zwei Stunden werden Sie RENDITE verspüren, wenn man gedankenlos immer wieder etwas einschaltet, wie man es halt gewohnt ist. Aber es läuft nichts, weder Fernseher, Kühl- und Gefrierschrank (Vorsicht = verderblich!), Kaffeemaschine, Handy laden, PC, Heizungspumpe, Warmwasser, Klospülung, elektrisches Garagentor, Hausglocke, E-Herd, Wasserkocher, und noch viele andere Geräte. Ach ja, eines hätte ich bald vergessen: Wo haben wir unsere Kerzen, um abends was zu sehen? Bitte immer positiv denken – aber wer schon öfter einen Stromausfall mitgemacht hat (wie wir auf dem Land oder beim Schneebruch 1979), z. B. wegen Leitungsbruch durch Schnee oder Wind, weiß, was das heißt. Na ja, wenn wir die neuen Fernleitungen von Norden nach Süden bauen, hängt alles an diesem Faden. Viel Spaß mit der RENDITE, die arm und reich gleichermaßen trifft. Strom wird nämlich über öffentliche Leitungen verteilt und nicht mit Paketdienst versendet. Würde jemand im Notfall viel Geld bieten, wäre es zwecklos, weil im Wiederbetrieb alle oder niemand Strom hätten. Selbst Gold könnte hier keine Abhilfe schaffen.

Solange der Strom immer schön aus der Steckdose kommt, sind viele Menschen für diese neue Rendite nicht zu haben. Stromausfälle melden sich aber vorher nicht an.

Für uns ist RENDITE, wenn wir uns selbst mit Strom versorgen können, ohne irgendeinen Rohstoff zu verbrauchen. Bisher bekamen wir von unserem Lieferanten, der Sonne, noch nie eine Rechnung. Zum „Gesamtbetriebsertrag“ gehört auch „sorgenlos“ und „Freude“. Wenn wir Strom verbrauchen, wissen wir, dass dieser von unserem Dach kommt und nichts mehr kostet. Wenn er nicht reicht, vergönnen wir dem Energieversorger, uns etwas zu verkaufen. RENDITE ist mehr als eine „Aufrechnung in Euro“.

Monopolstellungen von Anbietern haben noch nie für einen Konsumenten eine Rendite gebracht. Heute müssen die Stromkunden die Vorgaben der Energieversorger akzeptieren. Wir haben die Möglichkeit, auch hier einen freien Markt zu etablieren, wenn wir wollen. Es ist ein marktrelevanter Unterschied, ob ein Anbieter (z. B. Stromversorger) „alles liefern kann“ oder „Lieferungen anbieten darf“. Wir im Betrieb „können“ von den Stromanbietern zukaufen, „müssen aber nicht“! Wenn TTIP wirklich kommt, wird dieser Punkt besonders wichtig. (Siehe Klage Vattenfall gegen Deutschland wegen Atomausstieg)

Soweit unsere bisherige Energiewende.

Bestimmt werden irgendwann wieder neue Techniken zur Speicherung kommen. Aber wenn man immer wartet, weil vielleicht etwas Neues kommt, geschieht nie was. Da dürfte man auch niemals etwas zum Essen kaufen, denn es könnte ja nächste Woche ein billigeres Angebot geben. Lithium-Stromspeicher sind eine erprobte Technik. Jeder Bürger kann und soll selbst entscheiden, was er macht. Aber er soll andere nicht haftbar machen, wenn er selbst die Zukunft verschlafen hat.

Wir sind gedanklich täglich dran, weiter zu machen. Ideen haben wir genug und der Praxiseinsatz zeigt immer neue Möglichkeiten und Optimierungen. Das erzeugt uns zwar immer neue Kosten, aber jemand muss es machen. Kürzlich war eine Forschungsdelegation zum Thema „Nachhaltige Energie“ aus Kanada zu Besuch. Der leitende Professor meinte:

Das war eine Reise in die Zukunft. Wir forschen seit Jahren daran und finden keine praktikable Lösung – und hier steht alles praxisgerecht zum Nachmachen.

Unser Dank gilt vor allem den Ingenieuren von FENECON und BYD, ohne die man den heutigen Stand nicht erreicht hätte. Wir konnten nur das Praxiswissen, die Speichertechnik und die Betriebsanlagen zur Verfügung stellen, FENECON mit seinem Dutzend an jungen Ingenieuren setzte unsere Anforderungen dann in den Entwicklungen um und BYD baut die Technik.

Immer wieder sagen Leute, „Schön, aber die Speicher kommen aus China“. Das ist teilweise berechtigt, aber nicht hier. Wenn ich von einem chinesischen Hersteller erwarte, dass der Artikel billig ist, dann macht er mir den so. Verlange ich aber höchste Qualtität, dann macht er das auch so, kostet halt auch dementsprechend mehr. Hätten wir auf deutsche Hersteller gewartet, wäre dort noch nicht einmal eine Produktion geplant. Es sollte eben nicht sein, dass sich jeder Bürger oder Firma selbst mit Strom versorgt und man will die Bürger ja abhängig haben. Unser Speicherhersteller ist der weltgrößte und baut auch serienmäßig Elektrobusse, die auch schon in deutschen Städten laufen. BYD hat etwa 180.000 Mitarbeiter. Man baut uns lediglich die Hardware, also die Speicher. Das „Hirn“ der ganzen Systeme bekommen die Speicher in Deggendorf bei FENECON. Als Vergleich, der größte Computerhersteller weltweit ist Apple. Dessen Geräte wurden immer schon in China gebaut. Man klebt nur ein US-Papperl drauf und schon ist die Ware nicht mehr chinesisch. Wir bleiben aber unseren Kunden gegenüber ehrlich. Es zählt die Qualität und nicht, wo es herkommt. BYD baut genau nach Vorgaben von FENECON.

Mittlerweile gibt es viele weitere Anbieter am Markt. Fast alle mit den gleichen einfach aufgebauten Stromspeichern, die auch auf das Netz angewiesen sind, um zu funktionieren. Vielleicht mit Notstromsteckdose, aber ohne Inselfunktion. Einphasig und mit 3-Phasen-Kompensation am Zähler. Na ja, wenigstens tut sich schon was. Aber hier fehlt noch viel Erfahrung und vor allem die Praxis im Einsatz, die wir mühsam aufgebaut haben. Weil die meisten Anlagen gegen das Netz arbeiten, entsteht mit schlecht durchdachten Geräten eine massive Netzbelastung. Sehr schade, weil Speicher mit richtiger Einbindung sogar sehr netzdienlich sein könnten! Hoffentlich macht man vor lauter Billigvarianten diese neue Zukunftschance nicht mürbe.

Wir sind sicher, dass unsere Zukunftsvision für den Denkprozess vieler Menschen um Jahre zu früh ist. Wir sind aber auch sicher, dass es genau diese Menschen dann sind, die im Notfall schreien, warum niemand vorgesorgt hat. Viele glänzen heute mit Vorschlägen, die andere ausführen sollen, oder kritisieren Vorausdenker. Selbst was zu machen, kommt nicht in Frage.

Wer mehr wissen will

Spezielle Fragen zu diesem Thema beantworte ich gerne per E-Mail. Wir haben keine Geheimnisse, sondern wollen unser Wissen an alle Bürger weitergeben, um die wahre Energiewende voran zu bringen.

Übrigens: Der Einbau von Speicheranlagen wird auch mit KfW-Zuschuss staatlich gefördert und von Banken gerne finanziert, weil es eine sichere Tilgung durch Stromkosteneinsparung bringt. Bis Ende 2015 gibt’s noch max. 30 % Förderung auf die Speicher.

Wir hoffen, dass es die Leser verstanden haben, dass hier im Hintergrund eine Technik arbeitet, die man nicht einfach bei „Nur ums Verkaufen & Co.“ kauft und hinstellt, wie bei vielen anderen Anbietern von Einfachstlösungen, nach dem Motto, „schnell auch noch dabei sein“. Das ist aber kein Nachteil, da die BYD-Speicher im Preis-Leistungs-Verhältnis sogar günstiger sind als der Restmarkt, weil man eben nicht nur speichern, sondern sein eigener Rundum-Stromversorger wird. Bei allen Entwicklungen war immer der Grundgedanke, dass es später anwendbar, sicher und rentabel bleibt. Dieses Speicher-Gesamtsystem darf deshalb nur von Elektrofirmen eingebaut werden, die von FENECON geschult wurden. Dies kann selbstverständlich Ihr Hauselektrikermeister. Man hat es schließlich mit Nichteinspeiseeinstellung, Hausanschluss des Energieversorgers und mit sensiblen Systemeinstellungen, also mit fachspezifischen Punkten, zu tun. Alle entwickelten und integrierten Anlagenteile können eben nur arbeiten, wenn sie im System Daten anfordern und verarbeiten können und die Sicherheit der Stromleitungen garantieren. Wer sich beim Strom unabhängig machen will, soll langfristig Freude damit haben. Deshalb muss alles vollautomatisch ablaufen, sicher und gefahrlos sein. Wir hoffen, dass endlich auch die deutschen Hersteller verstehen und brauchbare Technik hervorbringen. Die Zeit, in der man „Bürgerlösungen“ abblockt, weil man lieber Großaufträge der Konzerne will, ist vorbei. Wir machen die Energiewende selbst. Wer liefern kann, ist dabei, wer schläft bleibt auf der (Fernleitungs-)Strecke, die bereits vor Fertigstellung niemand mehr braucht.

Egal was wir machen. Die Zukunft muss der Energie gehören, die einmal gebaut, nichts mehr verbraucht. Wir können Sonne, Wind und Wasser intelligent nutzen, trotzdem werden wir diese „Rohstoffe“ nicht verbrauchen. Nachhaltigkeit ist die höchste Rendite!

Wir produzieren unsere „Lebensmittel für Tiere“ mit „Lebensenergie der Sonne“…

…   von unserer Sonne, und die scheint uns Tag und Nacht.

Nachhaltigkeit denken und handeln – nichts bringt langfristig mehr RENDITE

Feilmeier Lagerhaus GmbH & Co. KG
Feilmeier Josef und Rosa
…..  und Juniorchefin Maria
mit dem ganzen Team

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